Umwelt

Das größte Problem einer Gerberei ist die Beseitigung
der festen Abfälle und die hochgradige Abwasserbelastung. Mit
der durch die deutsche Entwicklungshilfe besonders geförderten
Chrom-Recycling-Anlage und der aufwendigen Abwasserkläranlage
(der einzigen der AR Tibet) werden selbst die strengen deutschen
Umweltnormen noch unterschritten. So dienen diese Anlagen
inzwischen als Muster für Projekte in anderen chinesischen
Provinzen.
Die bei der Verarbeitung anfallenden Yak-Haare werden verkauft und
Leder-Abfälle z. T. für die Leimherstellung verwendet.
Verbleibende feste Abfälle werden auf einer gesicherten
Deponie gelagert. Im eigenen Labor wird das Abwasser
regelmäßig auf Schadstoffe untersucht.
Ein weiteres Problem ist der hohe Energiebedarf. Für die
Trocknung wird bereits jetzt Sonnenenergie verwendet. Im Jahr 1995
wurde eine 770 m² große Photovoltaik-Anlage installiert,
um die Kosten für fossile Brennstoffe bei der Stromerzeugung
zu reduzieren. Das Resultat ist eine deutliche Verringerung der
Umweltbelastung.
Literaturhinweis: Leder vom Dach der
Welt - Deutsche Entwicklungshilfe in 4000 Metern Höhe. in:
Leder & Häute
Markt 26, 10.9.1993